Gespräch mit einem AfD-Wähler

https://www.flickr.com/photos/zack-attack/2072750786/

In diesem Eintrag geht es nicht darum, Rassismus zu entschuldigen. Es geht nicht darum Gewalt zu dulden. Sondern es geht darum ein Gespräch zu suchen. Wer das, was ich im Folgenden schreibe unbedingt missverstehen will, wird es wahrscheinlich trotzdem tun. Denen, die es sich leicht machen möchten, und die Welt in schwarz und weiß sehen wollen, wird dieser Eintrag nicht gefallen. Aber dieses Thema ist kompliziert und verdient es, als kompliziert wahrgenommen zu werden.

Ich bitte darum, dass Kommentare sachlich bleiben und werde nur Kommentare freigeben, die sich an die Minimalanforderungen dessen halten, was wir als einen gepflegten Umgang miteinander betrachten.


 

Vor ein paar Wochen habe ich darüber geschrieben, dass man den Kontakt zu AfD-Wähler*innen suchen sollte, um diese über ihre Gründe zu befragen und um über das tatsächliche Wahlprogramm der AfD “aufzuklären” (An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich mit den Grundidealen dieses Eintrages noch immer übereinstimme, dieses Konzept nun aber als leicht bevormundend bewerte).

Ich dachte bisher, AfD-Wähler seien hauptsächlich unaufgeklärte, urdeutsche Landeier, die Angst vor Veränderung haben. Jetzt habe ich endlich einen kennen gelernt – und muss mein Bild gründlich revidieren.

Ich stehe in Kirchheim an der Autobahn-Raststätte. Es herrschen Minustemperaturen, ich bin bereits fünf Stunden unterwegs nach Freiburg. Erst hat mich in Hamburg ein Montagearbeiter bis Allertal mitgenommen, dann Wolfgang, ein 66-jähriger Lastwagenfahrer und Alt-Hippie, der damals mit Joschka Fischer befreundet war und fröhlich aus dem revolutionären Nähkästchen plaudert.
Die Autobahngötter meinen es mal wieder gut mit mir.
Mir wird gerade kalt, da fährt ein schwarzer Wagen vorbei. Hinterm Steuer sitzt ein glatzköpfiger Mann in den Dreißigern. Unsere Blicke treffen sich. Er drosselt den Wagen und kurbelt das Fenster runter.
“Ist mir doch klar, dass du mitgenommen werden willst.”
“Seh ich so aus?” frage ich. Ist ja nicht so, als hätte ich einen fetten Rucksack auf, komplett mit Schlafsack und Isomatte.
Der Skinhead parkt neben mir und steigt aus. “Wenn du scheiße machst, schmeiß’ ich dich raus. Egal, wo.”
Charmant, denke ich.
“Willst du ‘nen Burger? Was zu trinken?”
Ich trampe, denke ich. Ich bin kein Obdachloser. Trotzdem bestimmt nett gemeint. (Und wenn ich obdachlos wäre, wäre das ja auch keine Beleidigung)
“Nee, danke.”
Er zuckt mit den Schultern und spaziert in den Burger King. Ich habe noch nie jemanden so schnell essen sehen.
“Weißt aber schon, dass trampen gefährlich ist, ne? Ich gucke immer Cold Case, und da geht so jeder zweite Fall: Mädel geht trampen, Work und Travel. Immer wieder die gleiche Geschichte.”
“Da hab ich ja Glück, dass du mich mitnimmst.”
“Wenn du ein zwei Meter Mann wärst, würd’ ich dich auch nicht mitnehmen. Obwohl. Der letzte, den ich mitgenommen hab’, war auch so’n Typ.”
Kolya kratzt sich am Kinn. “Ich denk mir dann immer, wenn ich mal in der Lage bin, dann bin ich auch drauf angewiesen, dass mich jemand mitnimmt.”
“Sonst gibt’s schlechtes Karma.” Ich zwinkere ihm zu, verstaue mein Gepäck und untersuche dabei beiläufig den Inhalt seines Kofferraumes.
“Kampfsport-Tasche, Razer-Maus, aha. Ja. Doch, ich glaub’, wir werden was zu Reden haben.”
Direkt hinter Kirchheim geraten wir in einen kleinen Stau.
“Ich weiß genau, wie das passiert ist,” sagt Kolya. “Wieder so ein Raser: zu dicht aufgefahren, zu spät gebremst. Ich kenn’ die Typen.”
Ich nicke. “Wenn die Medien so über Autounfälle berichten würden wie über Terroranschläge, was meinst du wie das die Autobahn verändern würde,”
“Ui, da sind wir schon beim Thema,” sagt Kolya. “Terror. Flüchtlingskrise. Integration.” Verdammt. Nicht schon wieder, denke ich. Doch im weiteren Gespräch wird mir schnell klar, dass das Universum mir ein kleines Geschenk gemacht hat.
“Ich werde genau zwei Mal AfD wählen,” sagt Kolya. “Einmal im Bundestag und einmal im Landtag.”
Kolya ist AfD-Wähler! Ich muss mich zurückhalten, vor Aufregung nicht aus dem Sitz zu springen und jetzt irgendwas Unüberlegtes zu sagen. Sowas wie “Ein AfD-Wähler! Endlich! So einen wollte ich schon immer mal kennen lernen!”
Vielleicht muss ich an dieser Stelle ehrlich sein und zugeben, dass mein Bild von AfD-Wählern ein sehr beschränktes war. Ich habe mir vorgestellt, dass man die meisten nur mal darüber aufklären müsste, dass die AfD eine fremdenfeindliche Partei ist, die niemandes Interessen bedient (realitätsfernes Familienbild, Abtreibungsverbot, Abschaffung des Mindestlohns, Steuergleichsetzung, und und und [1])
Aber Kolya ist 33 Jahre alt, berufstätig mit Frau und Kind, spricht vier Sprachen und stammt aus Russland. Er ist weder arm, noch dumm, noch ungebildet, noch überdurchschnittlich fremdenfeindlich. Im Gegenteil. Ich mag Kolya. Und das macht alles kompliziert.

Am 15.12.2016 gab es an der Uni Freiburg eine Podiumsdiskussion zum Thema “Ignorieren, Stigmatisieren, Konfrontieren, Exkludieren? Über den “Richtigen” Umgang mit der AFD, zu der Prof. Dr. Werner J. Patzelt von der TU Dresden und Prof. Dr. Wolfgang Schröder aus Kassel eingeladen waren. Beide Politologen waren sich einig, dass die AfD in den Bundestag einziehen und uns noch einige Zeit erhalten bleiben wird. Wie das passieren konnte, ist für Patzelt und Schröder ebenfalls klar: Die CDU hat eine Repräsentationslücke geschaffen, die von der AfD ausgenutzt wurde.
“Ja, da haben die Recht,” sagt Kolya. “Die CDU hat verkackt. Ist einfach so. Und wenn bald der Wahlkampf kommt, erinner’ dich dran was ich jetzt sage: Die CDU wird mit aller Kraft versuchen, die Wähler zurück zu holen, indem sie anfangen, Versprechen zu machen, dass sie jetzt die Probleme und Integration und eine Obergrenze und das alles aufgreifen.”
Das hatte auch Prof. Patzelt als eine Strategie der CDU vorhergesagt.
“Da fangen die Medien ja jetzt auch ganz langsam schon mit an. Erst hieß es: Ja klar, kommt alle her. Und jetzt fangen sie ganz langsam damit an, mal über Integration zu reden,” sagt Kolya. “Ein Glück ist die Balkanroute dicht gemacht worden. Man kann nicht einfach sagen ‘Kommt alle her!’. Bei aller Nächstenliebe, das funktioniert einfach nicht.”
Ich denke kurz nach und entscheide dann, dass ich Kolya folgen kann, zumindest soweit, dass unbegrenzt Asyl zu gewähren nicht die Lösung der Flüchtlingskrise ist.

“Das klingt für dich vielleicht komisch, weil ich selber aus Russland komme,” sagt Kolya. “Aber wenn ich drüber nachdenke, was meine Familie damals bei der Einbürgerung für Schikane erlebt hat. Und jetzt können hier Menschen ohne Pass und mit mehreren Identitäten herkommen. Ich musste damals unterschreiben, dass ich in Deutschland keine Sozialleistungen beziehen werde. Es gab ständig Kontrollen durch die Polizei. Das hat alles nur geklappt, weil mein Vater reich war. Da gibt’s ein Zitat von ‘nem Schwarzen aus Amerika, der hat gesagt ‘Sie respektieren nicht mich, sie respektieren nur mein Geld. Ich bin zwar reich, aber für sie alle werde ich immer ein N* sein.’”

Dann erzählt Kolya mir, dass er in Berlin in einem Wohnkomplex wohnt, in dem überwiegend Flüchtlinge untergebracht werden, dass ein Freund beim BAMF arbeitet, dass er das Scheitern der Integration täglich mit eigenen Augen erleben würde.
“Es wird viel geredet darüber, dass man Dialoge führen muss, dass man Kontakt suchen soll. Okay. Hab ich versucht. Meine Nachbarin hab’ ich neulich im Keller beim Waschen getroffen, die hat diese Verschleierung, wie heißt die nochmal, wo nur die Augen frei sind?”
“Burka.”
“Ja, genau. Also sie trägt rund um die Uhr Burka. Und ich wollte nur meine Wäsche holen, lauf’ ihr über den Weg, dachte so, biste mal nett und sagst Hallo. Was meinst du, die hat alles fallen lassen und ist in ihre Wohnung gerannt. Da frag ich mich, wie soll man mit diesen Leuten einen Dialog führen? Aber das kratzt die Politik nicht. Die wohnen ja auch alle in ihren Ghettos und kriegen davon nichts mit. Und dann hast du eben Leute die wohnen 15 Jahre in Deutschland und sprechen kein Wort Deutsch. Wieso auch, wenn ihr Arzt um die Ecke ihre Muttersprache spricht, und ihr Friseur auch?”
“Das könnte man aber durch gute Stadtplanung ganz leicht ändern,” sage ich.
Kolya lacht. “Das will aber keiner. Die Politiker wollen doch unter sich sein, mit ihren Familien, dass ihre Kinder auf gute Schulen gehen. Erst mal an sich und seine Liebsten denken. Die eigene Tasche füllen. Das würde ich auch. Ich bin ehrlich, wenn ich Politiker wär’, ich würd’s auch so machen.”

Das kommt mir alles bekannt vor. Je länger Kolya und ich miteinander reden, desto mehr wird mir klar, dass unsere Weltanschauungen in der Tat spukhaft ähnlich sind – wir kommen nur zu komplett unterschiedlichen Schlüssen, was man damit anfangen sollte. Auf dem Navi sinkt die Kilometerzahl. 200km fahren wir zusammen auf der A5, knappe zwei Stunden – und mich beschleicht das Gefühl, dass diese zwei Stunden nicht reichen werden, um Kolya zu überzeugen, nicht die AfD zu wählen.
“Allein die Pull-Faktoren – also die Attraktivität nach Deutschland zu kommen – auszuschalten, indem man jetzt die Routen zu macht oder sagt ‘Ihr kriegt keine Unterstützung,’ und so weiter, reicht aber nicht aus,” werfe ich ein. “Klar, zu sagen: ‘Wir nehmen alle auf, das passt schon’, ist Quatsch. Man muss die Push-Faktoren, also die Fluchtursachen bekämpfen. Diese Menschen fliehen ja nicht ohne Grund. Sie fliehen, weil in ihren Ländern Krieg herrscht, weil Armut herrscht, weil es keine Arbeit gibt, oder nur unter schrecklichen Arbeitsbedingungen. Und dann müssen wir natürlich ehrlich sein, und sehen, wie wir in Deutschland dafür mitverantwortlich sind.
“Ja, aber das macht doch die Politik nicht. Das ist mir doch alles klar,” sagt Kolya.
“Der Lebensstandard den wir haben, der kommt ja irgendwoher,” sage ich.
“Ja, klar,” sagt Kolya, fast schon mit einem Augenrollen. “Ist mir schon klar, dass wir das alles haben, weil irgendwo Kinder arbeiten, und dass Deutschland Waffen in Krisengebiete exportiert. Steht auch im Internet, kann man alles nachlesen. Das wird aber keiner ändern. Solange es Waffenlobbies gibt und die Politiker davon profitieren, dass in Syrien und so weiter Krieg herrscht, wird ja keiner von denen sagen ‘Jetzt lasst uns mal die Fluchtursachen bekämpfen und aufhören Waffen zu exportieren und den Krieg beenden’.”
“Diese Probleme wird die AfD aber auch nicht lösen,” sage ich.
Kolya lacht. “Natürlich nicht. Ich wähle die ja auch aus Protest und nicht, weil ich glaube, dass sie was verändern. Glaub mir. Die kriegen vielleicht über 20% bei der nächsten Wahl. Aber da wird sich gar nichts ändern. Vielleicht, wenn irgendwas Dramatisches passiert und hier alles dem Erdboden gleich gemacht wird, dann würde sich mit Glück mal was ändern.”

Mittlerweile wird mir klar, dass es bei der AfD nicht um Inhalte geht. Dass auch Aufklärung über die Inhalte der AfD nicht reichen wird, weil die Inhalte schlichtweg egal sind. Denn dann könnten viele der AfD-Wähler in der Tat auch die Linke wählen.
Stattdessen geht es darum, der “politischen Klasse” eine Kampfansage zu bieten, ein Begriff, für dessen Benutzung Prof. Patzelt von Prof. Schröder erheblich kritisiert wurde. Prof. Patzelt aber bestand darauf, ein Weltbild der AfD-Wähler zu skizzieren, in dem von einer vertikalen Hierarchie ausgegangen wird. Statt eines demokratischen Gemeinschaftsgefühls herrscht die Frontenverhärtung. Deutschland kann nicht länger als eine egalitäre Gesellschaft verstanden werden, der Glaube an die Demokratie ist verloren gegangen. Schuld daran, ist sicher auch eine Spaltung der Gesellschaft und eine Macht der Eliten.

Prof. Dr. Werner J. Patzelt wird des öfteren als “Pegida-Versteher” bezeichnet. An der Universität Dresden unterzeichneten seine Kollegen einen offenen Brief, in dem sie ihn für seine Äußerungen kritisierten: Patzelt hatte behauptet, die “Feindbildpflege” der Gegendemonstranten sei mit schuld daran, dass die freie Meinungsäußerung der Pegida-Anhänger eingeschränkt werde [2].
Auch die Fachschaft Politik der Uni Freiburg hatte am Tag der Podiumsdiskussion eine Stellungnahme veröffentlicht [3], in der sie sich von der Einladung Patzelts zur Podiumsdiskussion distanzierten.
Dieses Verlangen sich von einander zu distanzieren, ist im Endeffekt symptomatisch für die gesamte Problematik des Aufstiegs der AfD: Niemand hört zu. Sich voneinander zu distanzieren scheint dagegen ungefährlich und leicht.
“Wir reden ja jetzt auch miteinander,” sagt Kolya. “Man muss nicht mal der gleichen Meinung sein, um gut miteinander reden zu können. Aber das verstehen die meisten Menschen nicht. Stattdessen wird man sofort als Nazi beschimpft.”
Prof. Patzelt hat dieses Problem verstanden. Prof. Schröder nicht. Die AfD und ihre Wähler müssten systematisch ausgegrenzt werden, behauptete er noch während der Podiumsdiskussion. Man dürfe ihnen keine Bühne bieten.
Prof. Patzelt hat da als Antwort nur gelacht. Diese Taktik hätte in den vergangenen fünfzig Jahren gut funktioniert, sagte er. Das war allerdings vor Zeiten des Internets. Damals konnte man solchen Gruppen eine Bühne ganz einfach verweigern, in dem man in Zeitung, Funk und Fernsehen nicht über sie berichtet hat. Diese Gruppen schaffen sich heute ihre eigene Bühne, etwa auf Facebook und Twitter.
Diese Plattformen haben wohl auf beiden Seiten dazu beigetragen, dass Teile der Gesellschaft immer weiter auseinander driften: Wir halten uns überwiegend in unseren selbst gewählten Informationsblasen auf und bekommen nur das mit, was wir sowieso schon kennen. Ein virtuelles Ghetto, sozusagen. Auf Englisch nennt man diese Neigung, Informationen so auszuwählen, dass sie die eigenen Erwartungen erfüllen “confirmation bias”. In meinem vorherigen Artikel hatte ich dazu aufgerufen, diese Blasen zu verlassen:

Da wir aber eine politische Gemeinschaft sind, ist es unsere Aufgabe gerade mit den Stimmen zu diskutieren, mit denen wir nicht einer Meinung sind.

Natürlich gibt es Grenzen. Da ist auch Prof. Patzelt ganz eindeutig: Es gibt in dieser Gesellschaft einen kleinsten gemeinsamen Nenner, auf den wir uns geeinigt haben, einen Konsens des Umgangs miteinander, gegen den nicht verstoßen werden darf. Natürlich darf Rassismus nicht geduldet werden. Diese Grenzen laufen allerdings nicht an der AfD vorbei, sondern durch sie hindurch. Ja, es gibt dort Rassismus und Antisemitismus und und Rechtsextremismus. Aber wir müssen uns bewusst machen, dass wir es, wo wir auch diskutieren, mit Menschen zu tun haben, die keine homogene Masse bilden. Manchmal kann man einen Dialog führen, manchmal nicht, aber das gilt es jedes Mal neu auszutesten.
 

Was ich bei Kolya beobachte, ist kein Rassismus, sondern Zynismus, Hoffnungslosigkeit und Überforderung gegenüber der politischen Lage und ein absolutes (teils berechtigtes) Misstrauen gegenüber unseres politischen Systems. Mir ist bewusst, dass Kolya nur ein einzelner Mensch ist, und keine ganze Wählerschaft repräsentieren kann. Allerdings bin ich ihm sehr dankbar, dass er mir einen Einblick in seine Perspektive gewährt hat, und das Phänomen AfD dadurch wieder ein bisschen komplexer geworden ist.
In den letzten Minuten unseres Gespräches fragen wir uns: Wie kann man überhaupt etwas verändern?
Wir sprechen über den Versuch, das eigene Handeln zu hinterfragen. Nach ethischeren Lebensstilen zu suchen, zu recyceln und zu teilen. Und miteinander zu reden.
“Reden verändert nichts,” behauptet Kolya.
“Doch,” sage ich, und denke daran, was sich bei mir in den letzten zwei Stunden verändert hat.
“Naja. Stimmt. Ich werd’ wahrscheinlich noch über dieses Gespräch nachdenken. Und heute Abend werden mir noch zehn Sachen einfallen, wo ich denke: hättest du ihr mal das gesagt.”
Da muss ich schmunzeln. Bei mir ist es ähnlich.
“Ich bin in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil von dir,” sagt Kolya, kurz bevor wir uns bei Heidelberg verabschieden. Ob das überhaupt wahr ist, da bin ich mir nicht mehr so sicher.


[1] http://www.huffingtonpost.de/guenther-metzges/afd-wahlprogramm_b_9406716.html

[2] http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/mitarbeiter-und-studenten-protestieren-in-dresden-gegen-werner-patzelt-a-1015400.html

[3] http://www.fspolitik.de/?p=2124

featured image: https://www.flickr.com/photos/zack-attack/2072750786/

One thought on “Gespräch mit einem AfD-Wähler

  1. Hallo Charlotte,

    Du hast sehr gut und interessant geschrieben.
    Ein paar Anmerkungen habe ich noch:
    Warum zitierst Du die Huffington Post und nicht direkt das Wahlprogramm der AFD?
    Nicht nur die CDU setzt der AFD nichts entgegen (was ist mit Repräsentationslücke gemeint?), auch SPD und Grüne haben nicht genug Antworten auf die Fragen und Sorgen vieler Menschen.
    Wieso FlüchtlingsKRISE? Sind nicht eher die Situation in den Herkunftsländern und die Fluchtumstände eine Krise für die Flüchtlinge als deren Ankunft hier für uns?
    Die Grundrechte gelten unbegrenzt und Asyl ist ein Grundrecht. Schlecht ist die unausgewogene Verteilung der Flüchtlinge auf die einzelnen europäischen Länder.
    Bedenke bitte, in welcher Situation Merkel die Flüchtlinge ins Land gelassen hat, sie hat eine humanitäre Katastrophe abgewendet.
    Kolja ist wohl nicht als Flüchtling gekommen sondern als Arbeitsmigrant.
    Was ist “DIE Politik” und “Macht der Eliten”?
    Misstrauen gegenüber unserem politischen System ist also Misstrauen gegenüber der Demokratie. Trotzdem will Kolja wählen gehen. Wie könnte er anders seinen Protest ausdrücken und seine Wünsche und Bedürfnisse äußern?
    Er unterstellt den Politikern, sie würden die eigenen Tasche füllen. Vielleicht informiert er sich mal bei Transparency International.

    Liebe Grüße
    Regina

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